Corona Pandemie Deutschland (COVID-19, SARS-COV-2)

Qualitätskontrolle

DGUV Vorschrift 3 – ortsveränderliche elektrische Betriebsmittelprüfung

Der Kontakt zu Kundinnen und Kunden ist für Handwerker im Kundendienst unumgänglich. Mehr denn je müssen alle Beschäftigten jetzt darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen werden während der Corona-Pandemie folgende ergänzende Maßnahmen empfohlen.

  • Beschäftigte, die Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben.
  • Fragen Sie bereits vor der Anfahrt beim Kunden an, ob dieser erkrankt ist und/oder unter Quarantäne steht. Ein Musteranschreiben zur Abfrage beim Kunden finden Sie auf den Seiten des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke ZVEH
  • Ist der Kunde erkrankt/unter Quarantäne, ist die Arbeit möglichst zu verschieben.
  • Ist die Durchführung in einem Quarantänebereich wegen eines Notfalls unaufschiebbar, so ist vorher Kontakt mit den örtlichen Gesundheitsbehörden aufzunehmen und die angeordneten Auflagen sind zu befolgen.
  • Nach Vorgabe des Robert-Koch-Institutes sind im Quarantänebereich zwingend Schutzbrille, Atemschutzmaske Klasse FFP 3, Einmal-Überkittel und Latexhandschuhe zu tragen sowie Händedesinfektion zu betreiben.
  • Die Beschäftigten müssen im An- und Ablegen von Schutzkleidung geschult sein.
  • Bei Einsätzen in Krankhäusern, Senioren- oder Pflegeheimen sind die einzuhaltenden Hygienevorschriften mit dem Auftraggeber/Betreiber abzustimmen.
  • Generell schützt vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus (genau wie vor Grippe/Influenza und anderen Atemwegserkrankungen) das Einhalten der Hygieneregeln, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Kunden und Kollegen (mindestens 1,5 Meter).
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln sowie die Gegenzeichnung von Dokumenten wie z. B. Stundennachweisen.
  • Organisieren Sie die Arbeit so, dass gerade in kleineren Räumen (möglichst) nur eine Person tätig ist.
  • Sorgen Sie, wenn möglich, für regelmäßiges Lüften des Arbeitsbereiches.
  • Waschen Sie gründlich (mindestens 20 Sekunden) die Hände vor der Nahrungsaufnahme und nach dem Toilettengang sowie vor dem Verlassen des Arbeitsortes nach Beendigung der Arbeiten.
  • Auch wenn in den meisten Fällen Seife und Handtücher vor Ort vorhanden sind, kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme und Anwendung von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.

Wiederkehrende Prüfungen von elektrischen ortsveränderlichen Arbeits-/Betriebsmittel

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie stehen mitunter nur reduzierte Prüfkapazitäten für die wiederkehrenden Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeits-/Betriebsmittel zur Verfügung.

Die Coronavirus-Pandemie hat u. a. zur Folge, dass wiederkehrende Prüfungen an ortsveränderlichen elektrischen Arbeits-/Betriebsmitteln nach § 14 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie nach § 5 DGUV Vorschrift 3 und 4 nicht oder nicht fristgerecht durchgeführt werden können.

Für die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel im Bürobereich, sowie für die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel der Betriebe der Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege, die während der verordneten Einschränkungen zur Corona-Pandemie zur Prüfung anstehen, kann für die Dauer der Einschränkungen die Prüffrist ausgesetzt werden.

Um die Sicherheit weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten, gilt Nachfolgendes:

  1. Es wird davon ausgegangen, dass die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für den sicheren Betrieb gegeben sind, z. B. keine Zug- oder Quetschbeanspruchung der Anschlussleitungen.
  2. Regelmäßige Sichtprüfung auf offensichtliche Beschädigung der Anschlussleitungen und Gehäuse der Netzteile sind durch den Benutzer vorzunehmen.
  3. Defekte Betriebsmittel dürfen nicht in Betrieb genommen werden und sind den Arbeitgebern/Unternehmern zu melden.
  4. Die ausgesetzten Prüfungen sind nach der Aufhebung der verordneten Einschränkungen zur Coronavirus-Pandemie innerhalb eines sinnvollen Zeitraums durchzuführen.
  5. Der Beginn der neuen Prüffrist orientiert sich am tatsächlichen Prüfzeitpunkt.
  6. Elektrische Arbeits-/Betriebsmittel nach Medizinproduktebetreiberverordnung sind von den vorgenannten Empfehlungen ausgeschlossen. Hierzu ist eine Empfehlung durch die zuständigen staatlichen Ämter in Vorbereitung.

Hinweis zur Prüfung orstveränderliche elektrische Arbeits-/Betriebsmittel:

Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert. Darauf haben sich der Bund und die Länder geeinigt.